Helmut Schön (1964 – 1978). „Der Mann mit der Mütze“
Sepp Herberger wollte unbedingt Fritz Walter, „seinen“ Weltmeisterkapitän von 1954, als Nachfolger haben. Walter lehnte das Angebot des „Chefs“ jedoch ab. Er wollte nach seiner aktiven Laufbahn nicht mehr so viel reisen und das Fliegen meiden. Daher wurde Helmut Schön trotz internem Wettbewerb (vor allem durch Georg Gawliczek, der neben Helmut Schön zwischen 1956 und 1960 Assistent von Herberger war) „als zweite Wahl“, wie man heute dazu sagen würde, vom Präsidium des DFB zum neuen Bundestrainer berufen.
Die ebenfalls 14-jährige Amtszeit von Helmut Schön war eine Zeit des großen Wandels. Sowohl im Fußball, sportlich und medial, als auch in Politik und Gesellschaft. Geprägt durch den Wandel vom stark konservativ orientierten Denken und Handeln hin zu einer gesellschaftlichen und politischen Liberalisierung. Die Nachkriegsgeneration wurde erwachsen und entwickelte andere Wertvorstellungen. In der Politik regierte nicht mehr die CDU und CSU, sondern die Große Koalition mit Kurt Georg Kiesinger als Kanzler und Willy Brandt als Vizekanzler. Sie war eher ein Zweck-Bündnis, mit der Aufgabe, die erste Rezession in der Nachkriegsgeschichte zu überwinden und die sog. Notstandsgesetze zu verabschieden. Mit der Bildung der Großen Koalition (1966) gab im Parlament praktisch keine Opposition mehr. Außerhalb des Parlaments entstand jedoch eine politische Protestbewegung von Studenten und Intellektuellen, die linksgerichtete soziale Protest-Bewegung (Studentenbewegung oder auch kurz „APO“ genannt, mit Rudi Dutschke als populärster Wortführer) (68er-Bewegung). Die Mitglieder der APO gingen auf die Straße und in die Hörsäle der Universitäten (ich war auch „Betroffener“ und das mitten in den Vordiplom-Prüfungen). Sie protestierte gegen die Intervention der USA im Vietnamkrieg, die Notstandsgesetze, die ihrer Ansicht nach die Demokratie einschränkten, den Springer Verlag wegen dessen Monopolstellung, die Kernenergie, die als zu gefährlich empfunden wurde, und sie setzte sich für eine umfassende Demokratisierung und Bildungsreform ein. Im Kapitalismus sah sie die Wurzel für Ausbeutung, Entfremdung, Kriege und autoritäre Strukturen. Nach Ende der Großen Koalition im Jahre 1969 verlor die APO „ihren Feind“ und zerbrach dann Anfang der 1970er-Jahre an ihrer Uneinigkeit über inhaltlichen Themen. Viele ihrer Ideen lebten aber in der Friedens-, Umwelt- und Bürgerinitiativ-Bewegung weiter. Die sozial-liberale Regierung unter Willy Brand führte in ihrer Zeit zwischen 1969 und 1974 weitreichende gesellschaftliche und rechtliche Reformen durch. Getreu dem von Willy-Brandt in seiner ersten Regierungserklärung von 1969 berühmten Motto: „Mehr Demokratie wagen“.
Dieser grundlegende Wandel vollzog sich auch im Fußball. Er entwickelte sich seit den 1970er-Jahren von einem eher bodenständigen Arbeitersport zu einem modernen Medienphänomen mit selbstbewussten Spielern. Helmut Schön passte in diese Zeit. Er verkörperte diesen Wandel. Schön war in Dresden geboren, bestritt 16 Spiele für die DDR- Nationalmannschaft und erzielte dabei 17 Tore. Mit 35 Jahren (1950) verließ er die ein Jahr zuvor gegründete DDR, um, wie er später sagte, in „Freiheit zu leben“. Seine 1946 begonnene Trainerlaufbahn beim Dresdner SC und als Trainer der sächsischen Auswahl setzte er nach seiner Flucht zunächst als Trainer von Hertha BSC (1950 -1951) fort.1952 übernahm er als Nationaltrainer die Fußballmannschaft des damals politisch autonomen Saarlands. Vier Jahre später wechselte er zum DFB und wurde Assistent von Sepp Herberger. In dieser Zeit betreute er die Nachwuchs- und B- National-mannschaft, war Herbergers Spielebeobachter und leitete DFB-Trainerlehrgänge.
Schön verstand sich als Bundestrainer zwar wie Herberger als „disziplinarischer Sportlehrer“, weichte aber den autoritären und hierarchischen Führungsstil seines Vorgängers auf. Er band seine Spieler in seine taktischen Überlegungen mit ein, erwartete aber im Gegenzug, dass sie und als Mannschaft seinen Überlegungen folgten und dass sie auch eigene Ideen einbringen. Damit entwickelte er Teamgeist und Ehrgeiz bei den Spielern und einen, ganz seinem Wesen als feiner, gebildeter und zurückhaltender Zeitgenosse entsprechenden „feingeistigen, spielerischen Ansatz“, wie der „Kicker“ schrieb. Schön war ein zu seiner Zeit moderner Pädagoge und bevorzugte den demokratischen Führungsstil, wie er seinen Stil selbst beschrieb. Der „Beton- Fußball“, weltberühmt geworden als Catenaccio („Türriegel“) der italienischen Mannschaften in der Serie A und ihrer Nationalmannschaft, den auch Herberger bevorzugte, war unter Schön so gut wie „Geschichte“. Schön drängte es auch nie, im Rampenlicht zu stehen oder die Medien für seine Zwecke zu mobilisieren. Daher galt er in der Presse als „lupenreiner Gentleman“. Deren Berichterstattung beschränkte sich meist auf eine sachliche, sportliche Analyse.
Helmut Schön sah sich in seiner Zeit als Bundestrainer mit grundlegenden Veränderungen im Fußball konfrontiert.
Mit Einführung der Fußballbundesliga wurden 1963 zeitgleich zwei Sportsendungen in die TV-Programme der ARD und des ZDF aufgenommen: Die „Sportschau“ und „Das aktuelle Sport-Studio“. Dadurch wurde Fußball noch bekannter und beliebter. Beide Sender zeigten zunächst lediglich Zusammenfassungen der Bundesligaspiele. Spiele der Nationalmannschaft dagegen wurden nun Live und in Schwarz-Weiß, ab 1967 auch in Farbe, ausgestrahlt. „Der Mann mit der Mütze“ musste als ersten Nationaltrainer überhaupt nun Fernsehmoderatoren Rede und Antwort stehen, Live und vor Millionenpublikum zu Hause an den Bildschirmen. Seine Interviews waren legendär, im Ton sehr ruhig und sachlich und mit dem trockenen Humor „eines typischen Hanseaten“ geschmückt.
Mit Einführung der Bundesliga setzte sich auch in Deutschland der bezahlte Fußball durch. Dazu regelte der DFB die rechtliche Seite der nun notwendig gewordenen Unterscheidung zwischen Amateur- und Lizenzfußballverein. Um Profifußball spielen zu dürfen, musste die Fußballabteilung eines Mehrspartenvereins beim DFB von nun an jährlich eine offizielle Lizenz beantragen und in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt werden. Die klare Trennung zwischen Breiten - und Amateurfußball (zunächst unter dem Dach des DFB) und dem kommerzialisierten Lizenzfußball war vollzogen. Bis1972 gab es feste Höchstgehälter, Prämien-Obergrenzen und Ablösesummen für Spieler bei einem Vereinswechsel. 1973 fielen die Obergrenzen für Gehalts-Zahlungen und Prämien weg (ausgelöst durch massive, verdeckte Zahlungen (Stichwort: Hertha BSC-Skandal)). 1974 wurde schließlich auch die Begrenzung der Ablösesummen abgeschafft. Und es war nun erlaubt, dass zwei Spieler im Kader keinen deutschen Pass hatten.
Nicht zuletzt als Folge des Profifußballs entstand eine neue, selbstbewusste Fußballer-Generation. Eine Generation, die sich nicht mehr als „Befehlsempfänger“ verstand, sondern die ihren eigenen Standpunkt vertrat und artikulierte. Spielerpersönlichkeiten wie Günter Netzer, Karl-Heinz Schnellinger, Paul Breitner oder Franz Beckenbauer verlangten nun mehr Mitspracherecht, nicht nur bei der Taktik, sondern auch bei der Aufstellung sowie mehr Eigenverantwortung auf dem Platz. Und die „Stars“ nutzen schon damals die steigende mediale Aufmerksamkeit für Fußball sowie ihren Status als bezahlte Profifußballer für „die Pflege“ Ihres persönlichen Erscheinungsbildes in Form eines sehr gepflegten Auftretens, exklusiver Kleidung und dem Tragen langer Haare, was damals ein starkes Symbol für „Bruch mit der bisherigen Norm der kurzen Haare“, „Widerstand gegen konservative Werte“ und „für Frieden, Freiheit und Individualität“ war. Ein „Markenzeichen“ war auch das Fahren schneller Autos (Sportwagen) und besondere geschäftliche Interessen wie z.B. von Günter Netzer als Diskothekenbesitzer.
Helmut Schön gelang es, das ausgeprägte Ego einiger der Nationalspieler und „den Rest der Truppe“ erfolgreich zu einer Mannschaft zusammenzufügen.
Werbung im Fußball war von Seiten des DFB bis Ende 1973 generell untersagt. Erste, kleine Hinweistafeln oder vereinzelt Bandenwerbung lokaler Firmen im Stadion waren die Ausnahme. Die Haupteinnahmequelle für die Vereine waren die Eintrittsgelder für Zuschauer. Selbst Schöns berühmte Schieber-Mütze, sein Markenzeichen, war ausschließlich ein (werbefreies) Kleidungsstück. Der Durchbruch bei der Werbung gelang Eintracht Braunschweig. Deren Vorstand hatte ein Schlupfloch in den DFB-Statuten genutzt, wonach Wappen auf den Trikots der Spieler zulässig waren. Daher ersetzte man vor dem BL-Spiel gegen den FC Schalke 04 (im März 1973) kurzerhand das Vereinslogo (Löwen) durch den Jägermeister-Hirsch. Das Echo war enorm und zwang den DFB dazu, die Trikotwerbung für alle Vereine ab Oktober 1973 offiziell frei zugegeben. In der BL-Saison 1977/1975 spielten bereits sechs Mannschaften der Bundesliga in Trikots, beflockt mit ihrem (Haupt-) Werbepartner. Heute sind die Einnahmen aus der Trikotwerbung aus den Etats der Vereine nicht mehr wegzudenken. Das Werbeverbot galt aber weiterhin für die Nationalmannschaft. Adidas bzw. dessen Gründer Adi Dassler stellte dem Nationalteam zwar bereits seit der WM 1954 die Fußballschuhe zur Verfügung, aber erst in der Amtszeit von Helmut Schöns Nachfolger, Jupp Derwall, schloss der DFB mit Adidas einen langfristigen Vertrag für Werbung auf Bekleidung und Trikots. Bei der EM 1980 lief die Nationalmannschaft erstmals mit Trikots mit dem Adidas Emblem auf.
Als ersten großen internationaler Erfolg gelang Helmut Schön und seiner Mannschaft der Einzug in das Endspiel der WM 1966 in England, bei der sechszehn Mannschaften in vier Gruppen, gefolgt von Viertel- und Halbfinale im K.o. System, die beiden Endspielgegner ermittelten. Die 3:2 Niederlage gegen England durch das bis heute ominöse „Wimbley-Tor“ ging in die Geschichte des Weltfußballs ein. “BILD“ resümierte: „Wir haben 2:2 verloren“. Bei der WM in England überzeugte die Mannschaft spielerisch und hatte mit Franz Beckenbauer (der unter Schön 1965 als 20ig-Jähriger sein Debüt gab), Helmut Haller (Debüt 1958 unter Herberger) und Wolfgang Overath (Debüt 1963 unter Herberger) drei „Ausnahmespieler“ in den Reihen.
Kräftig angepasst wurden auch die Prämien. Als (steuerfreie) Prämie für Platz zwei bei der WM 1966 gab es für jeden Spieler 15.000 DM (Durchschnittseinkommen: 429 DM/Monat).
Zuschüsse der FIFA an ihre Mitgliedsverbände für die Teilnahme an der WM 1966 gab es damals noch nicht. Diese hat die FIFA erstmals bei der WM 1982 in Spanien gewährt.
Die WM 1966 wird als „die erste richtige Fernseh-WM“ eingestuft. In Deutschland waren damals rd. 16,3 Millionen Fernseher angemeldet. Diejenigen, die noch keinen eigenen Fernseher hatten, strömten in die damals noch zahllosen Gaststätten und „Kneipen“ und verfolgten das Endspiel an den dort aufgestellten Fernsehern. In unfassbar „rauchgeschwängerter Luft“. Ich war „mittendrin“, wenige Tage zuvor hatte ich die letzte Abiturprüfung abgelegt.
Die Internationale und europäische Verbreitung der TV-Bilder der WM 1966 lief über die EBU (European Broadcasting Union). Sie hatte die TV-Rechte komplett von der FIFA zum Preis von 800.000 USD gekauft. Der Erlös aus dem Verkauf der Fernsehrechte trug dennoch kaum nennenswert zum Budget der FIFA für die WM 1966 bei. Auch die Erlöse aus dem Ticketverkauf waren damals vergleichsweise niedrig. Ein Endspielticket im Wembley-Station kostete rd. 1,5 USD (~ 1,15 Pfund). Männliche Fabrikarbeiter hatten in England damals einen Bruttostunden-Lohn von 0,45 bis 0,5 Pfund. Was ARD und ZDF für die Ausstrahlung der WM 1966 in Deutschland an die EBU zu bezahlen hatte, wurde nicht veröffentlicht.
Nach der WM 1966 hat Helmut Schön die Mannschaft behutsam umgebaut. Helmut Schön hatte Franz Beckenbauer zum Libero und Chef auf dem Platz umfunktioniert. Er berief Gerd Müller (Debüt 1966) und Berti Vogts (Debüt 1967) in seinen Kader. Auch Sepp Maier gab 1966 sein Debüt. Er löste Hans Tilkowski im Tor ab. Overath (Debüt 1963 unter Herberger) war ab 1966 für zehn Jahre der Lenker im Mittelfeld. Auch Günter Netzer gab 1965 als 21-Jähriger bei Schön sein Debüt als Nationalspieler. Schön machte auch Spieler wie Jürgen Grabowski (1966), Jupp Heynkes (1967) zu Nationalspielern.
In der Qualifikation zur EM 1968 musste Helmut Schön die „Schattenseite“ seines Berufs kennen lernen. Er scheiterte mit seiner neuformierten Mannschaft bereits in der Qualifikations-Runde. Zum Auftakt gab es einen 6:0-Startsieg gegen Albanien. Vier Wochen später setzte es eine 0:1-Niederlage in Belgrad gegen Jugoslawien, die sofort seine Kritiker lautstark auf den Plan rief. Der Befreiungsschlag im Rückspiel gelang zwar mit dem 3:1-Sieg, die Qualifikation zur EM-Endrunde 1968 wurde aber mit der „berühmten Schmach von Tirana“ beim 0:0 gegen Albanien verpasst. Die Hypothek für die WM 1970 war groß. In der Presse war von „Arroganz“ gegen den „fußballerischen Zwerg“ und „von Entsetzen über die Harmlosigkeit gegen disziplinierte, aber limitierte Albaner“ die Rede.
Die Nationalmannschaft hat sich nach dem verpassten EM-Turnier 1968 enorm gesteigert. Es begann eine der erfolgreichsten Phasen in der Geschichte der Nationalmannschaften. Bei der WM 1970 in Mexiko demonstriere die Schön-Elf hohe Spielkunst. Nach dem Sieg im Viertelfinale gegen England (3:2, nach 0:2 Rückstand) war in der L’Équipe zu lesen: „Phantastisch“! „Unglaublich“! „Wundervoll“! „Außergewöhnlich!“ „Welches Wort beschreibt am besten den Sieg Deutschlands über eine wunderbare englische Mannschaft! Wir überlassen Ihnen die Wahl“. Das Halbfinalspiel verlor Deutschland gegen Italien mit 3:4 n. V. In den Medien wurde dieses Spiel als „Jahrhundertspiel“ gefeiert. In der deutschen Mannschaft standen viele Spieler, die entweder schon Weltklasse oder auf dem Weg dorthin waren: Sepp Maier im Tor, Schnellinger als Libero hinter der Abwehr mit der Legende Willy Schulz und Berti Vogts als „Senkrechtstarter“, im Mittelfeld mit Beckenbauer, Overath und Uwe Seeler und im Sturm mit Gerd Müller, Grabowski und Löhr als Linksaußen.
Als „Trostprämie“ bekam jeder Spieler (stattliche) 30.000 DM (Durchschnitts-Einkommen: 1.112 DM/Monat).
Die FIFA schloss zur WM 1970 in Mexiko mit Adidas einen offizieller Ausrüstervertrag ab. Exklusiv und langfristig. Extra für die WM 1970 entwickelt, brachte Adidas auch erstmals einen WM-Fußball („Telstar“) auf den Markt. Die Firma Panini verfügt seit 1970 über einen Exklusiv-Vertrag von der FIFA für die legendären WM-Sammelalben zum Einkleben der Bilder des Kaders der an der WM teilnehmenden Mannschaften. Panini gelang damit 1970 der Sprung (über Italien hinaus) auf den Weltmarkt. „Bei der Weltmeisterschaft 1970 wurde die moderne Fußballökonomie geboren. Alles zuvor war Sport. Alles danach war Geschäft“. Die FIFA begann mit der Vermarktung der Fußballweltmeisterschaften. Eine wesentliche Rolle spielte dabei auch das Fernsehen. Die Ausstrahlung von Fußballspielen im Farbfernsehen und per Satellit machte die FIFA-Fußballweltmeisterschaften weltweit für die Werbung interessant. Die Spiele der WM 1970 wurden erstmals per Satellit übertragen. Dies war nicht nur technisch ein Meilenstein in der Geschichte des Fernsehens, sondern zugleich der „Startschuss“ für die FIFA, von nun an die Live-Bilder von WM-Fußballweltmeisterschaftsspielen zu vermarkten.
Offizielle Zahlen über die Einnahmen/Gewinne der FIFA bei der WM 1970 wurden nicht veröffentlicht. Finanzberichte erstellt die FIFA erst seit 2003 (für das Geschäftsjahr 2002).
Zwei Jahre später holte Schöns Mannschaft den ersten EM-Titel nach Deutschland. In der Siegermannschaft der EM 1972 standen Weltklassespieler wie Sepp Maier im Tor, dazu Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß und Rainer Bonhof, die ihr Debüt kurz vor der EM 1972 gaben, Paul Breitner (Debüt 1971), Wolfgang Overath und Günter Netzer sowie der „Bomber der Nation“, Gerd Müller. Verdiente Spieler wie Uwe Seeler (bis 1970), Helmut Haller (bis 1970), Karl-Heinz Schnellinger (bis 1971) und Willy Schulz (bis 1970) hatten ihre Karriere als Nationalspieler nach der WM 1970 beendet. Unter den von der UEFA als die elf besten Spieler ausgezeichneten Spielern waren sieben deutsche Nationalspieler (Beckenbauer, Breitner, Uli Hoeneß, Netzer, Wimmer, Heynkes und Gerd Müller). Günter Netzer wurde in Deutschland zum „Fußballer des Jahres“ gekürt und Franz Beckenbauer wurde zu Europas Fußballer des Jahres 1972 gewählt.
„Helmut Schöns Mannschaft eröffnete einen neuen Zeitabschnitt im Fußball“, schwärmte die größte Tageszeitung Italiens nach dem 3:0 Siege im Endspiel gegen Russland.
Die Siegprämie war 60.000 DM. Günter Netzer äußerte sich später, er habe damit die Verluste seiner Diskothek in Mönchengladbach ausgleichen können.
Helmut Schön konnte über viele Jahre mit „einer goldenen Generation von Spielern“ arbeiten. Die sich aber zum Teil „nicht grün“waren. Es gab „Lagerbildung“ bzw. Club-Rivalitäten, vor allem zwischen den Spielern des FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach. So „schmollte“ Günter Netzer, weil er, damals schon „Superstar“, unter Schön eher auf der Bank saß. Der bevorzugte Overath als Mittelfeldstrategen. Ungeachtet dessen gelang Helmut Schön mit seiner Mannschaft zwei Jahre später der „große Coup“. Der Gewinn der Weltmeisterschaft 1974. Im Endspiel der Heim-WM 1974 wurden die Niederlande im Olympiastadion von München mit 2:1 besiegt. Deutschland wurde zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister, exakt 20 Jahren nach dem historischen Triumpf von Bern.
Dabei stand die WM 1974 unter „keinem guten Stern“. Zwei Jahre nach dem Anschlag von München auf die Olympischen Spiele war die Terrorangst allgegenwärtig. Das Trainingslager in Malente war rund um die Uhr von Polizei und GSG 9-Beamten bewacht. Es gab keinerlei Abwechslung, vor den Türen lagen Matten, „wenn einer rausging, war Alarm“. Die „BILD“ zitierte Franz Beckenbauer: „In Malente wird man wahnsinnig“. Zu allem Überfluss gab es in Malente vor der WM heftigste Auseinandersetzungen mit dem DFB über die Siegprämie „im Fall der Fälle“. Der DFB hatte als Prämie für den Titel 30.000 DM pro Spieler angeboten. Darauf kam es zu einem wahren Spieleraufstand. Die offizielle Forderung der Mannschaft waren 75.000 DM, einige hielten sogar deutlich mehr (sechsstellig) „für angebracht“. Paul Breitner hatte, so wird berichtet, bereits seine Koffer gepackt und Helmut Schön war fassungslos. Die Forderungen seien „maßlos“ und im „Ton respektlos“. Helmut Schön war so erschüttert, dass er lautstark verkündet haben soll: „Mit diesem Sauhaufen möchte ich nichts mehr zu tun haben“ und ließ sich eine Zugverbindung für die Heimreise heraussuchen, so ist glaubhaft überliefert. Beckenbauer „feilschte“ aber weiter mit dem DFB und Helmut Schön, im Auftrag der Mannschaft. Schön erhöhte das Angebot auf 50.000 DM. Auch dies lehnten die Spieler kategorisch ab und holten sich mit Overath, Netzer und Höttges „Verstärkung“ ins Verhandlungsteam. Aber es war nach wie vor keine Lösung in Sicht. Helmut Schön, so ist überliefert, äußerte im Kreis aller Spielern „Ich habe große Lust, abzureisen“. Dann verließ er den Raum, wobei er Breitner im Gehen als „Rädelsführer“ und „Maoisten“ bezeichnete. Nun schaltete sich Hermann Neubauer ein. Er war damals Präsident des WM-Organisationskomitees des DFB und bot Beckenbauer am Telefon eine Prämie von 70.000 DM pro Spieler an. Beckenbauer wollte, dass Neubauer auch mit Breitner darüber spricht. Neubauer akzeptierte aber Breitner als Gesprächspartner nicht und titulierte ihn brüllend durchs Telefon als „Rotzlöffel“. Das letzte Angebot von Seiten des DFB war: 15.000 DM Startprämie und 60.000 DM für den Titel, sowie für jeden Spieler einen „Käfer“ als Geschenk. Die Abstimmung über das finale Angebot des DFB ergab zwar ein 11:11, jedoch konnte Beckenbauer die Spieler davon überzeugen, dass nicht „mehr drin war“. Nach zwei Tagen, nachts um 1:30 Uhr, so wurde berichtet, war der Streit damit beigelegt.
Die WM 1974 selbst wurde nach einem neuen Modus ausgetragen. Die 16 Mannschaften spielten zunächst in vier Gruppen à vier Mannschaften. Die Gruppensieger und Zweitplatzierten jeder Gruppe erreichten die 2. Gruppenphase, in der zwei Gruppen mit je vier Mannschaften spielten. Die Sieger der beiden Gruppen kamen ins Finale, die beiden Gruppenzweiten spielten um Platz drei. Deutschland traf in der 1. Gruppenphase auf Chile, Australien und die DDR. Das Auftakt-Spiel gegen Chile gewann Deutschland „mit Ach und Krach“. 1:0 hieß es am Ende. Der „Rotzlöffel“ schoss den 1:0 Siegtreffer. Im zweiten Spiel gegen Australien überzeugte die deutsche Mannschaft mit einem 3:0-Sieg. Im abschließenden Spiel gegen die DDR ging es „nur noch“ um den Gruppensieg, die 2. Gruppenphase hatten beide Teams bereits erreicht. Es waren „90 Minuten Klassenkampf“ angesagt, mitten im Kalten Krieg zwischen Ost und West und kurz nach dem Rücktritt von Willy Brandt als Bundeskanzler, ausgelöst durch die Verhaftung seinen persönlichen Referenten, Günter Guillaume, der als DDR-Spion enttarnt wurde. Chancen gab es auf beiden Seiten kaum. Beide Mannschaften waren defensiv ausgerichtet. Helmut Schön hatte in der 68. Minute des insgesamt „total verkorksten Spiels“ Netzer für Overath und Horst-Dieter Höttges für Schwarzenbeck eingewechselt, als Reaktion auf die Einwechslung von Jürgen Sparwasser auf Seiten der DDR. Ausgerechnet der eingewechselte Höttges konnte zehn Minuten später Sparwasser nicht am Torschuss zum 0:1 hindern. Die Blamage war groß. Die „BILD am Sonntag“ schrieb in dicken Lettern: „So nicht, Herr Schön!“
Zurück in Malente soll es eine „Ansprache“ von Franz Beckenbauer in der Küche des Quartiers gegeben haben. „An Schlaf dachte niemand und ich putzte jeden runter, der mir vor die Augen kam“, berichtete Beckenbauer später. Uli Hoeneß bezeichnete dessen „Ansprache“ als „reinigendes Gewitter“ und Günter Netzer sagte rückblickend dazu: „Das war für uns die Wende und der Anstoß zu den späteren Leistungen“. Ganz anders die Reaktion von Helmut Schön. „Er nahm es der Mannschaft übel, dass sie verloren hatte und sprach am nächsten Tag kein Wort mit uns. Dass er uns seine tiefe Enttäuschung auf diese Weise spüren ließ, anstatt uns eine Standpauke zu halten oder Strafen auszusprechen, war für uns alle höchst bedrückend. Das war ihm eigen. Helmut Schön motivierte nicht durch laute Ansprachen, er motivierte, indem er beleidigt war. Es fühlte sich an, als hätte man den eigenen Vater enttäuscht“. So Bernd Hölzenbein nach der historischen Pleite gegen die DDR.
Helmut Schön reagierte aber auch. Uli Hoeneß wurde im ersten Spiel der zweiten Gruppenphase eine „Pause verordnet“ und durch Bonhof ersetzt, Flohe, Grabowski und Cullman saßen auch zunächst auf der Bank. Netzer spielte nach der Niederlage gegen die DDR keine Rolle mehr- Overath war der Spielmacher. Und Franz Beckenbauer dirigierte die Mannschaft auf dem Feld. In der zweiten Gruppenphase wurde erst Jugoslawien (2:0) und dann Schweden mit 4:2 besiegt. Sowohl das Spiel gegen Schweden als auch das Halbfinale gegen Polen fanden in strömendem Regen statt. Aus heutiger Sicht ist es unverständlich, dass das Halbfinale gegen die starken Polen nicht verlegt wurde. Vor Spielbeginn hatte ein unglaublicher Wolkenbruch das Spielfeld sprichwörtlich überflutet. Die Feuerwehr hatte Großeinsatz. Das Spiel wurde aber mit großer Verzögerung doch noch angepfiffen. Dieses Spiel ging als „Wasserschlacht von Frankfurt“ in die Geschichte ein. Kein Pass, nicht mal auf kürzeste Entfernung kam an und es regnete ununterbrochen weiter. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Fernsehübertragung dieser Begegnung. Dank des einen Treffers von Gerd Müller zum 1:0- Sieg zog Deutschland ins Finale ein. „Sepp Maier hatte wohl eines seiner besten Länderspiele seiner Karriere gemacht“. Und Beckenbauer meinte nach dem Spiel: „Bei normalen Verhältnissen hätten wir wahrscheinlich keine Chance gehabt“.
Im Endspiel gegen die Niederlande war ausschlaggebend, dass Berti Vogts den Spielmacher Johan Cruyff nach dessen frühem Tor zum 0:1 per Elfmeter mit konsequenter Manndeckung quasi aus dem Spiel nahm, die Abwehr um Franz Beckenbauer überragend spielte, Breitner ebenfalls per Elfmeter sicher verwandelte und Gerd Müller noch vor der Pause in seiner unnachahmlichen Art aus der Drehung zum 2:1 traf.
Die Presse überschüttete Helmut Schön mit Lob, er galt „als Vater des Erfolgs“ und wurde als „besonnener Architekt der Mannschaft“ gefeiert. Wolfgang Overath hat in einem Interview 2020 rückblickend gesagt: „Ich habe drei Weltmeisterschaften mitgemacht, 1966, 1970 und 1974 und kann versichern, dass die Harmonie im Team nie gefährdet war. „Es wäre nicht möglich gewesen, Zweiter, Dritter oder Erster zu werden, wenn wir nicht ein funktionierendes Team gewesen wären“.
Zwei Tage vor Beginn der WM 1974 hatte der FIFA-Kongress in Frankfurt der Brasilianers Joao Havelange zum neuen Präsidenten und Hermann Neuberger zum FIFA-Vizepräsidenten gewählt. Havelange hat in seiner Zeit als FIFA-Präsident (1974-1998) die Weichen des Fußballweltverband vom „Verbandsverein zum globalen Milliardenkonzern“ gestellt, so berichtet es die FIFA- Geschichtsschreibung. Er „revolutionierte“ die Vermarktung der Weltmeisterschaft durch den Abschluss von Werbeverträgen mit global aufgestellten Unternehmen, von denen viele als Großsponsoren mit Langfristverträgen gebunden wurden. Startpunkt war die WM 1974. Die FIFA hat neben den bereits zur WM 1970 abgeschlossenen Werbeverträgen mit Adidas und Panini mit Coca-Cola einen weiteren offiziellen Partner gewonnen. Adidas war offizieller Ausrüster und lieferte, wie schon bei der WM 1970, neben der Ausrüstung auch den Spielball. Coca-Cola, seit 1950 mit Bannern in WM-Stadien vertreten, verkündete vor der WM 1974 eine Investition von 10 Mio. USD „speziell für die Verbesserung des Fußballniveaus in unterentwickelten Ländern und den Aufbau des Jugendbereichs“. Und Panini legte zur WM 1974 zum zweiten Mal das offizielle Fußball - Sticker Album auf („München 74“).
Die FIFA verkaufte 1974 erstmals die weltweiten TV-Übertragungsrechte für 18 Mio. DM an die ARD und das ZDF. Wie hoch der Umsatz bzw. der Gewinn der FIFA bei der WM 1974 insgesamt war, ist nicht dokumentiert.
Bei der anschließenden UEFA EM 1976 war Deutschland als amtierender Welt- und Europa-Meister klarer Favorit. An der Qualifikation beteiligten sich 32 Mannschaften. Die vier Gruppen-Sieger bestritten das Endturnier, bei dem Deutschland, Jugoslawien, die Niederlande und die Tschechoslowakei in K.o. Spielen gegeneinander antraten.
Verdiente Nationalspieler wie Gerd Müller, Wolfgang Overath und Jürgen Grabowski hatten ihre Karriere in der Nationalmannschaft beendet. Günter Netzer, der bei der WM 1974 nur ganze 21 Minuten zum Einsatz kam, wurde nach einem Länderspiel im Oktober 1975 nicht mehr in den Kader berufen und trat daraufhin aus der Nationalmannschaft zurück. Als Ersatz für Gerd Müller nahm Helmut Schön den Kölner Stürmer Dieter Müller als Neuling mit zur EM 1976.
Im Halbfinale setzte sich Deutschland mit 2:4 n.V. gegen Jugoslawien durch. Dieter Müller schoss drei der vier Tore. Das Finale gegen die Tschechoslowakei ging mit 5:3 i.V. verloren. Nach Ende der regulären Spielzeit stand es 2:2. Hölzenbein hatte in buchstäblich letzter Sekunde den Ausgleich erzielt. Die Verlängerung blieb torlos. Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Die ersten drei Schützen beider Mannschaften verwandelten alle ihren Elfmeter. Die Tschechoslowakei legte zum 4:3 wieder vor und auf dem Spielfeld ging die Suche nach dem vierten und fünften Schützen für Deutschland los. Uli Hoeneß schrieb in einem späteren Aufsatz über dieses Elfmeterschießen, dass weder Beckenbauer noch er dazu antreten wollten. Er schrieb, er sei schlicht „fertig“ gewesen. Nach den Schilderungen von Hoeneß erklärte sich daher Sepp Maier bereit, als nächster anzutreten. Beckenbauer war aber dagegen. „Bevor der schießt, schieße ich“. Aber Beckenbauer wollte, wenn denn schon, als Letzter schießen. Hoeneß wollte immer noch nicht, mit der Begründung „er könne das Nervenspiel mit dem Torwart heute nicht mehr verkraften“. Daraufhin schlug der Assistent von Schön, Jupp Derwall, vor, „dann muss eben der junge Dieter Müller schießen“. Das wirkte. Hoeneß übernahm die Verantwortung …. und jagte den Ball weit über den Querbalken in den Nachthimmel von Belgrad -ins Nirvana. Ich saß mit Freunden vor dem Fernseher und habe diesen Gewaltschuss noch heute vor Augen. Legendär war dann auch der Schlusspunkt, den Panenka setzte. Er verwandelte mit einem unvergesslichen Elfmeter-Lupfer zum Endstand. Maier, so Hoeneß später, spekulierte, dass Panenka auf seine linke Torwartseite schießt. Panenka lief an, „verlud“ Maier, der in seine linke Seite flog und hob den Ball lässig per Lupfer in die Mitte des leeren Tores.
Die Presse zeigte sich gegenüber Schön und der Mannschaft dennoch wohlgesonnen. Es wurde über ein Spiel mit „dramatischem Ende“ berichtet und man lobte den großen Kampfgeist der Mannschaft. Insbesondere hob die Presse aber Schöns menschliche Größe hervor. Er eilte unmittelbar nach dem Fehlschuss von Uli Hoeneß zu ihm auf Spielfeld und legte ihm seinen Arm zum Trost auf die Schulter, anstatt ihm Vorwürfe zu machen.
Für sich und in aller Stille hatte Helmut Schön offensichtlich aber entschieden, nach der WM 1978 sein Amt zur Verfügung zu stellen. Was er dann der Öffentlichkeit vor Beginn der WM 1978 auch mitteilte. Für die WM 1978 in Argentinien verjüngte Helmut Schön die überalterte Mannschaft. Zudem musste er auf Beckenbauer verzichten (er ging zu New York Cosmos). Uli Hoeneß stand wegen anhaltender Verletzungsprobleme und Formschwankungen nicht im Kader. Breitner wurde wegen seiner Kritik am DFB nicht mehr berücksichtigt. Auch Stielike wurde nicht berücksichtigt. Das DFB-Prinzip war damals, keine „Legionäre“ zu berücksichtigen und Stielike war 1977 zu Real Madrid gewechselt.
Der neuformierten Mannschaft gelang in Argentinien in sechs Spielen einzig gegen Tunesien ein (trügerischer) 6:0-Sieg. Ansonsten spielte die Mannschaft vier Mal unentschieden. In der Zwischenrunde musste daher gegen Österreich „ein Sieg her“, um nicht vorzeitig nach Hause fahren zu müssen. Für Schön, die Mannschaft und alle Fußballanhänger vor allem in Deutschland brach fast „eine Welt“ zusammen, als „der Krankl“ den Siegtreffer für Österreich zum 3:2 Sieg schoss - in der 88. Minute. Der berühmte österreichische Reporter Edi Finger kommentierte: „I wer narrisch“. Die „Schmach von Cordoba“ war besiegelt.
Schön trat bei seinem offiziellen Abschied nach dem Freundschaftsspiel in Frankfurt im November 1978 gegen Ungarn ans Mikrofon und sagte: „Ich gehe vom grünen Rasen, verlasse jetzt die sehr oft harte Trainerbank und gehe zurück auf die Tribüne. Danke für die Jahre in Freundschaft“. Der emotionale Abschied wurde von Udo Jürgens gekrönt, der ihm mit dem Lied „Der Mann mit der Mütze geht nach Haus“ auch ein musikalisches Denkmal setzte.
Von 139 Länderspielen gewann Helmut Schön mit seinen Mannschaften 87 Spiele, davon 50 ohne Gegentor. 31 Spiele unter ihm endeten unentschieden und nur 21 Spiele gingen verloren. In der DFB- Chronik heißt es dazu „Helmut Schön geht nicht nur als der erfolgreichste Bundestrainer in die DFB-Geschichte ein. Sondern auch als Persönlichkeit, die allen Nachfolgern zum Vorbild gereicht“. Der „Kicker“ schrieb in seinem Nachruf zum Tod von Helmut Schön: Er war ein „Freund für alle ihm Anvertrauten, aber kein Kumpel. Er ließ sich durch nichts und von niemanden verbiegen…“
Schön ist bis heute der einzige Trainer, der in seiner (14-jährigen) Amtszeit die beiden höchsten Titel im Fußball für Deutschland gewann.
Der Umbruch des Fußballs unter Helmut Schön war gewaltig. Nur der sportliche, finanzielle und vermarktungstechnische Umbruch unter Jürgen Klinsmann als Bundestrainer zwischen 2004 -2006 wird in der Geschichtsschreibung des DFB als noch größer eingestuft. Dazu später mehr.
So viel für heute.
Viele Grüße aus dem Schwarzwald
Bernhard
besoe/ 19.08.26